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Römische Zahlen.info

Römische Zahlen

Nachschlagewerk · zuletzt geprüft am 9. August 2026

Die römische Zahlschrift stellt Zahlen mit sieben Buchstaben dar: I, V, X, L, C, D und M. Sie kennt keine Null und keinen Stellenwert. Gebräuchlich ist sie für Zahlen von 1 bis 3999.[1]

Umrechnen

Gültiger Bereich 1 bis 3999. Beide Felder rechnen live.

Heute ist der 9. August 2026, in römischen Ziffern IX · VIII · MMXXVI.

Die sieben Zeichen

Alles andere entsteht durch Aneinanderreihen dieser sieben Zeichen und durch die eine Regel, die das System ausmacht: steht ein kleineres Zeichen vor einem größeren, wird abgezogen.

Die sieben Zeichen der römischen Zahlschrift mit Wert und Herkunft
ZeichenWertHerkunft
I1Kerbe im Holz
V5offene Hand
X10zwei gekreuzte Hände
L50aus dem etruskischen Zeichen für Chi
C100lateinisch centum
D500halbiertes Phi
M1.000lateinisch mille

Wie gelesen wird

Römische Zahlen liest man von links nach rechts und addiert die Werte. Steht ein kleineres Zeichen unmittelbar vor einem größeren, wird es abgezogen. So entstehen IV für 4 und IX für 9.

Nur I, X und C dürfen abgezogen werden

V, L und D stehen nie vor einem größeren Zeichen. IL für 49 ist deshalb falsch, richtig ist XLIX.

Dasselbe Zeichen steht höchstens dreimal hintereinander, und abgezogen wird nur von der nächsthöheren oder übernächsthöheren Stufe. Die vollständigen Regeln stehen unter Regeln der römischen Zahlschrift.

Warum damit niemand rechnet

Unser heutiges System ist ein Stellenwertsystem: die 2 in 20 bedeutet etwas anderes als die 2 in 200. Bei den Römern bringt jedes Zeichen seinen Wert immer mit, egal wo es steht. Das macht Zahlen leicht zu lesen und schwer zu verrechnen.

Wer XXVII und XLVIII zusammenzählen will, kann nicht untereinander schreiben und Stelle für Stelle addieren. Er muss beide Zahlen in Bausteine zerlegen, die Bausteine sortieren, zusammenfassen und am Ende wieder in die Normform bringen. Für Multiplikation und Division wird es noch mühsamer, eine Division im heutigen Sinn ist damit praktisch nicht durchführbar.

Gerechnet haben die Römer deshalb nicht auf dem Papier, sondern auf dem Abacus, einem Brett mit Rillen und Steinchen. Die Zahlschrift diente zum Festhalten des Ergebnisses, nicht zum Rechnen selbst. Das lateinische Wort für Steinchen, calculus, steckt bis heute im Wort kalkulieren.

Wo sie heute noch vorkommen

Verdrängt wurden die römischen Zahlen ab dem 13. Jahrhundert von den arabischen Ziffern, die über den Handel nach Europa kamen. Ganz verschwunden sind sie nie, weil sie eine Eigenschaft haben, die Ziffern fehlt: sie wirken förmlich und zeitlos.

Geblieben sind sie überall dort, wo eine Zahl nicht gerechnet, sondern benannt wird. Auf Ziffernblättern von Uhren. Als Jahreszahl auf Grundsteinen, Denkmälern und in Filmabspännen. Bei Herrschernamen und Papstnamen, etwa Ludwig XIV oder Benedikt XVI. In der Gliederung von Büchern, wo das Vorwort die Seiten I bis XII bekommt und der Haupttext danach wieder bei 1 beginnt. Und beim Super Bowl, der seit 1971 durchnummeriert wird.

Dazu kommt eine Verwendung, die es vor hundert Jahren noch nicht gab: als Tattoo. Meist ist es ein Geburtsdatum oder ein Jahrestag, geschrieben in drei Teilen. Worauf dabei zu achten ist, steht unter Römische Zahlen als Tattoo.

Tabellen

Alle Tabellen gibt es als Seite, als Bild und als PDF zum Ausdrucken.

Oft gesucht

Belege

  1. Ifrah, Georges: Universalgeschichte der Zahlen, Campus, Frankfurt am Main 1991, S. 187 folgende.
  2. Deutsches Institut für Normung: DIN 1421, Gliederung und Benummerung in Texten.